Ok, wir outen uns. Wir haben’s getan­čśł: Nach Wochen der Isolation und des Wanderns im und um den eigenen Ort herum haben wir nun doch einen kleinen Ausflug in den naheliegenden Schwarzwald gewagt. Mit unter einer Stunde Anfahrt fanden wir das Ganze noch vertretbar. Und wir haben extra einen Montag zum Wandern auserkoren, damit nicht so viel los ist. So viel sei gesagt: Der Plan ist hervorragend aufgegangen und der Baiersbronner Panoramasteig lohnt sich.

Unterwegs auf dem Panoramasteig in Baiersbronn

Unsere kleine Eskapade sollte uns nach Huzenbach f├╝hren, von wo aus wir den Baiersbronner Panoramasteig bewandern wollten. Auf die Tour sind wir ├╝ber die Seite der Schwarzwald-Touristik aufmerksam geworden.

Auf unserer Autofahrt regnete es noch recht heftig, sodass uns leichte Zweifel bez├╝glich unseres Vorhabens kamen. Kein Sorge, wir sind keine „Sch├Ân-Wetter-Wanderer“, aber Wanderexperimentiere laufen sehr gerne im Trockenen los. Danach kann kommen was will. Aber am Anfang, ja, am Anfang, da MUSS es trocken sein­čĄ¬. Bis wir aber unseren Startpunkt am Dorfplatz in Huzenbach erreichten, hatte sich der Regen verzogen und es zeigten sich tats├Ąchlich auch ein paar zarte Sonnenstrahlen. Was f├╝r ein Gl├╝ck, so konnte die Tour starten.

Die Tour auf einen Blick: Beschreibung des Weges am Startpunkt

Der erste Aufstieg lohnt sich schon

Wir starteten also gut gelaunt in die Wanderung und wurden nach einem ersten Anstieg schon nach etwa 2 Kilometern mit einer ersten sch├Ânen Aussicht belohnt. Wie Ihr unten sehen k├Ânnt, luden hier bereits B├Ąnke zu einer sch├Ânen Rast mit Panoramablick ein. Und es kommt noch besser, es gibt auch eine Wassertretstelle nebenan. Wir haben nicht gerastet, daf├╝r aber fotografiert.

Sitzb├Ąnke am Standort Seebachstra├če

Weiter ging es auf einem Pfad den Waldrand entlang, bis wir schlie├člich den Genussplatz Blockhaushof erreichten. Hier kann man bei strahlendem Sonnenschein sicherlich gut rasten und die Seele baumeln lassen. Wenn wir aber ehrlich sind, haben uns die B├Ąnke bei der Wassertretstelle mehr angesprochen. Aber sei es drum, wir wollten sowieso noch nicht pausieren. Stattdessen haben wir im Gehen die Panoramen bewundert­čśç.

H├Ąlt, was er verspricht: Der Baiersbronner Panoramasteig

Durch den Wald nach Sch├Ânm├╝nzach

Auf breiten Forstwegen und schmalen Waldpfaden ging es dann weiter durch den Wald ├╝ber die Klararuhe bis nach Sch├Ânm├╝nzach. Zugegeben, der Baiersbronner Panoramasteig war auf diesem Streckenabschnitt nicht sonderlich spektakul├Ąr, daf├╝r aber hervorragend ausgeschildert!

Wegweiser Schwarzwald Touristik
Das Logo der Schwarzwald Touristik GmbH weist uns zuverl├Ąssig den Weg

In Sch├Ânm├╝nzach selbst mussten wir dann noch die Hauptstra├če sowie einen Bahn├╝bergang passieren, was uns pers├Ânlich nicht so gut gefallen hat, den Wert der Tour aber nicht schm├Ąlert. Allerdings fanden wir es ganz am├╝sant, dass die zweite Infotafel des Panoramasteiges direkt vor dem Bahn├╝bergang platziert war. Und zwar auf einer Seite der Stra├če, auf der sich kein B├╝rgersteig befindet. Vielleicht waren da ja Witzbolde wie wir am Werk­čśü.

Auf schmalen Waldpfaden zum Verlobungsfelsen

Nach diesem etwas langweiligeren Streckenabschnitt haben wir uns so richtig gefreut, als es dann auf wundervollen Waldpfaden den Weg hinauf zum Verlobungsfelsen ging. Hier kann man den Schwarzwald und dessen traumhafte Natur hervorragend begutachten, wie unsere Aufnahmen zeigen.

Auf dem verlobungsfelsen selbst kann man wunderbar die Aussicht auf Sch├Ânm├╝nzach genie├čen. Wir haben aber auf eine Aufnahme verzichtet und sind stattdessen weitergelaufen. Es sollte sich lohnen.

├ťber den Grubenberg zur Panorama-H├╝tte

Denn nun sollten wir in K├╝rze die Highlights der Tour erleben. Baumkunst und Wald begleiteten uns zun├Ąchst noch auf den n├Ąchsten Metern ├╝ber den Grubenberg.

Dann aber lichtete sich langsam der Wald. Und nach und nach offenbarte sich uns das sch├Ânste Panorama der Tour.

Der G├Âttergatte auf dem Weg zur Panorama-H├╝tte

Unsere einzige und etwas l├Ąngere Pause machten wir auf einer Bank in der N├Ąhe der Panorama-H├╝tte Schwarzenberg. Wir kennen die H├╝tte leider nicht und k├Ânnen die gastronomischen F├Ąhigkeiten daher nicht beurteilen, aber der Standort ist einfach traumhaft. Und w├Ąre Corona nicht, h├Ątten wir hier sicherlich ein, vielleicht auch zwei Radler gezischt.

Nach einem letzten kleinen Aufstieg (kaum nennenswert) ging es dann kontinuierlich durch den Wald bergab. In H├Âhe des M├Ąder Unterstandes statteten wir dem Weinbrunnen, der in der Wegbeschreibung so gepriesen wurde, einen kleinen Besuch ab.

Der Platz zum Verweilen ist herrlich, vom Weinangebot waren wir aber nicht wirklich ├╝berzeugt. Statt der angek├╝ndigten Weine der Oberkircher Winzergenossenschaft (absolute Empfehlung unsererseits und somit unbezahlte Werbung) fanden wir dort nur Aldi-Prosecco. Kann man machen, muss man aber nicht­čśë. Vielleicht lag es ja an der aktuellen Corona-Situation.

L├Ądt zum Verweilen ein: Sitzecke am Weinbrunnen

Wir entschieden uns also gegen ein Weinchen und wanderten ├╝ber den M├Ąderbuckel bergab zur├╝ck zum Startpunkt in Huzenbach.

Fazit: Genusswanderer finden hier ihr Gl├╝ck

Wir wissen nicht, ob uns die zauberhafte Natur des schwarzen Waldes befl├╝gelt hat, aber wir sind f├Ârmlich durch die Tour geschwebt. Trotz Pause haben wir die 14,2 km in etwa 3 Stunden und 45 Minuten zur├╝ckgelegt. Dabei haben wir die 525 m Auf- und Abstieg kaum wahrgenommen.

Durch die schmalen Waldwege und die teils etwas steileren Pfade (Surprise, es ist ja auch ein Steig­čśť) ist die Tour nat├╝rlich nur f├╝r jene von Euch geeignet, die trittsicher sind. Wir empfehlen im Zweifel das Verwenden von Wanderst├Âcken, die helfen enorm. Und ja, Kinderwagen sind hier tabu, wenn Ihr aber fit seid und eine Kraxe habt, kann auch der Nachwuchs mit.

Lauft die Tour am besten bei sonnigem Wetter und nehmt Euch etwas zum Picknicken mit. Dann k├Ânnt Ihr auch bei geschlossener Gastronomie an zahlreichen Stellen richtig sch├Ân pausieren. Vergesst aber nicht, die H├╝ttenbetreiber zu unterst├╝tzen, wenn Sie wieder ├Âffnen d├╝rfen.

Nun w├╝nschen wir Euch viel Spa├č beim Nachwandern!

Herzlichst Eure Wanderexperimentiere­čŽŐ­čŽŐ

PS: Die Tour findet Ihr bei der Schwarzwald Touristik oder ├╝ber Outdooractive­čĹç.

2 Replies to “Baiersbronner Panoramasteig: Schwarzwald-Feeling pur”

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht ver├Âffentlicht.

*