In Zeiten von Corona hat man trotz der entschleunigten Lage erstaunlich wenig Zeit. So geht es uns zumindest. Auch wenn wir sehr oft in der Nähe unseres Wohnortes unterwegs sind, kam das Wandern in letzter Zeit etwas zu kurz. Eigentlich hatten wir uns für das 3. Maiwochenende eine 20km-Plus-Tour im Nordschwarzwald vorgenommen, doch dann kam alles anders😉.

Dank Instagram zum Rimbach-Steig

Da wir einmal unbekannte Pfade beschreiten wollten, hatten einige Tage zuvor unsere Community auf Instagram nach ein paar Tipps zu Wanderrouten um die 20 km Länge im Nordschwarzwald gefragt. Und wir haben zahlreiche erhalten😊. Am meisten zugesagt hatte uns eine Tour bei Enzklösterle, doch dann kamen die Wanderpiraten mit dem Rimbach-Steig um die Ecke. Tja, im Nordschwarzwald liegt das ja nicht, aber wir haben den Rimbach-Steig gesundheitsbedingt schon einmal abbrechen müssen, also war der Vorschlag bei uns auch gleich hoch im Kurs. da wir uns nicht entscheiden konnten, haben wir einfach unsere Follower abstimmen lassen, wo wir laufen werden – und zack, es wurde der Rimbach-Steig.

Ferngesteuerte Wanderexperimentiere

Ok, Ihr habt entschieden, dass wir in der Pfalz laufen sollen, wir haben es umgesetzt. Und man muss sagen, Ihr habt uns da einen echten Gefallen getan, wie Ihr gleich sehen werdet😎.

Da wir an einem Sonntag und in Corona-Zeiten losgezogen sind, starteten wir unsere Tour schon am Morgen gegen 9 Uhr. Startpunkt war der Parkplatz am Friedhof in Darstein. Die ersten 1,5 km ist von dem angekündigten Steig noch wenig zu merken gewesen, denn es ging eher gemütlich durch den wunderschönen Pfälzer Wald. Dann wurde die Tour aber langsam Ihrem Namen gerecht und nahm an Fahrt auf: es ging auf Pfaden bergauf bis zum Immersberg, dem ersten Aussichtspunkt des Rundweges.

Sandstein wohin das Auge reicht

Auf Pfaden ging es dann weiter durch den Pfälzer Wald. Belohnt wurden wir dabei immer wieder mit zahlreichen Blicken auf Buntsandsteinformationen, die zum Teil wie Pilze aus dem Boden sprießen. wir haben Euch mal ein paar Beispiele angefügt. Achtung, diese finden sich auf unterschiedlichen Abschnitten der Tour.

Bevor wir den Hockerstein erreichen sollten, begegnen uns auf dem Weg noch weitere schöne Aussichts- und Rastplätze.

Kurze Rast am Hockerstein

Nun begann bereits der erste Abstieg der Tour. Auf unserem Weg bergab kamen wir am Hockerstein vorbei, von dem aus man einen wundervollen Blick auf Schwanheim hat. Und übrigens auch auf die Waldläufer-Fabrik, aber keine Sorge, wir kooperieren hier mit niemandem. Das Fabrikgebäude ist nur irgendwie extrem markant in dieser sonst so natürlichen Umgebung😉. Wie auch immer, der Ausblick lud uns hier zu einer kurzen Rast ein.

Durch Schwanheim zum Nesselstein

Der folgende Weg sollte uns durch den Ortsrand von Schwanheim ein Stück entlang eines Feldweges durch Wiesen schließlich wieder in den Wald führen. Dort begann auf Waldpfaden der erneute Anstieg.

Unser absolutes Tourenhighlight erlebten wir dann auf dem Nesselstein. Unserer Ansicht nach konnten wir dort den schönsten Blick auf den Pfälzer Wald genießen, den die Tour zu bieten hat. Ok, wir hatten auch wirklich Glück, denn für etwa 10 Minuten gehörte uns das lauschige Plätzchen ganz allein. So konnten wir ungestört etwas trinken und die Wolken am Himmel beobachten. Ein echter Traum, was meint Ihr?

Hühner-Stein: tolle Aussicht, aber nicht für uns

Wer (zu lange) rastet, der rostet. Also haben wir dann schweren Herzens den Nesselstein verlassen und sind weitergezogen. Nach etwa 10,5 km erreichten wir dann den Hühner-Stein, einen Buntsandsteinfelsen, der über eine Leiter bestiegen werden kann und sicherlich eine weitere hervorragende Aussicht zu bieten hat. Da wir aber an einem Sonntag unterwegs waren, war entsprechend mehr „los“ auf dem Rimbach-Steig. Und da wir nicht gerade scharf auf Menschenmengen sind, blieb der Felsen im wahrsten Sinne des Wortes links liegen.

Unspektakuläre Rast nach etwa 13 km

Bei dieser Tour haben wir trotz der traumhaften Ausblick auch einmal etwas ganz Neues gewagt: eine ganz unspektakuläre Rast. Was das sein soll? Eine Rast auf einer x-beliebigen Bank mitten im Wald ohne Aussicht. Und siehe da, auch das war ganz fabelhaft. Eigentlich wollten wir schon früher pausieren, aber es „lief“ vorher so gut und Reisende soll man ja nicht aufhalten😉.

Und bevor jetzt Fragen aufkommen: Ja, natürlich hatten wir auch wieder das obligatorische Wandertier-Futter dabei. Ohne Drei-Käse-Brötchen des Göttergatten geht es nicht!

Foodporn für Wanderfreunde: das legendäre Drei-Käse-Brötchen des Göttergatten

Nach dieser Pause sind wir dann die letzten 4 km ganz gemütlich zurück nach Darstein gewandert. Dabei kamen wir auch noch an der Wasgauhütte Schwanheim vorbei, die sich sicherlich auch sehr gut zum Verweilen eignet. Wir waren aber bestens gewässert und verzichteten daher darauf. Diese letzten Kilometer waren unserer Ansicht nach eher unspektakulär, aber dennoch sehr schön. es ging teils durch den Wald, aber auch vorbei an saftigen Wiesen. Wir waren aber fotografier-faul und können Euch daher keine Bilder dieses Streckenabschnittes zeigen.

Fazit: wunderschön und locker machbar

Tja, Ihr habt es aus unseren vorherigen Beschreibungen sicherlich schon herausgelesen: wir haben den Rimbach-Steig sehr in unser Herz geschlossen💚. Auf den ca. 17 km bekommt man echt eine Menge geboten. Neben den traumhaften Pfaden durch den Wald gibt es Sandstein soweit das Auge reicht und zahlreiche Panoramen über den Pfälzer Wald. Für geübte Hobbywanderer ist die Tour wirklich easy machbar und erfordert unserer Ansicht nach zwar Kondition, Hochleistungssportler muss man aber nicht sein.

Bei Outdoor-Active wurde eine Gehzeit von ca. 7 Stunden angegeben, das erscheint uns doch etwas lang. Ok, wir sind sicherlich nicht die langsamsten Wanderer, aber vom Bergmarathon sind wir weit entfernt. Und wir haben trotz längerer Rast nur etwa 4 Stunden benötigt. Aber vielleicht haben wir ja doch den Turbo eingelegt😉.

Am besten macht Ihr Euch einfach gleich selbst auf die Socken und berichtet uns, wie viel Laufzeit Ihr für die Strecke benötigt! Ein Tipp noch von uns. Nehmt die Stöcke mit und etwas zum Futtern. Die Stöcke geben Euch mehr Sicherheit und das Futter lässt sich prima auf den zahlreichen Rastplätzen oder aber auf einem der wunderhübschen Buntsandsteinfelsen genießen.

Nun warten wir gespannt auf Eure Berichte!

Herzlichst Eure Wanderexperimentiere🦊🦊

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

*