Göttergatte und Wandertier wandern eigentlich selten in Karlsruhe und Umgebung. Es zieht uns eher in den Schwarzwald oder die Ortenau. Doch mit Corona ändern sich für uns alle die Gewohnheiten. So kommt es, dass wir in unserer Urlaubswoche das nähere Umland unseres Wohnortes einmal genauer unter die Lupe genommen haben. Wandertechnisch natürlich😉.

Und siehe da, wir waren begeistert, was man jenseits der belebten Pfade für schöne Plätzchen entdecken kann! Nach und nach werden wir Euch hier von unseren Erlebnissen berichten. Wir beginnen heute die Dokumentation unseres „Stay-At-Home-Corona-Wanderulaubes“ mit einem Bericht über unsere Wanderung im Kraichtaler Hügelland.

Wandern im Kraichtaler Hügelland

Wer sich jetzt fragt, wo das denn liegen soll, hat unser vollstes Verständnis. Wären wir nicht zum Wandern in der Nähe gezwungen gewesen, hätten wir sicherlich diese Region nicht zum Wandern auserkoren.

Das Kraichtaler Hügelland liegt im Kraichgau, nordöstlich von Bruchsal. Wir sind auf die Tour nach Recherche über Outdooractive aufmerksam geworden. Nachdem wir gelesen hatten, dass es neben sonnigen Streuobstwisen dort auch Hohlwege geben soll, stand die Entscheidung fest: wir werden die Tour wandern. Ok, es kam noch hinzu, dass wir sowieso vorhatten, in Bruchsal noch unseren Wocheneinkauf zu erledigen 😅.

Entspannter Tourenstart mit Guacamole

Gestartet sind wir am S-Bahn Haltebunkt in Oberöwisheim, ganz entspannt, d. h. ohne großartiges Gepäck (Wasser war natürlich am Start) und ohne jeglichen Zeitdruck. Wir wollten einfach nur den Kopf freibekommen und die Seele baumeln lassen. Und das ist uns tatsächlich auch sehr gut gelungen.

Nachdem wir den ersten Teil der Strecke durch den Ort gemeistert hatten, befanden wir uns schon in der Hügellandschaft und konnten neben saftigen Wiesen auch ein paar kleine Weinberge bewundern. Während dieser ersten Kilometer hat uns ein Ohrwurm begleitet, den wir Euch leider nicht ersparen können und wollen. Es handelt sich um „Guacamole“ von Das Lumpenpack. Hört doch mal rein und schmunzelt Corona weg.

Die Band sollte uns auch die folgenden Meter noch begleiten und so hatten wir ein bisschen Road-Trip-Feeling beim Wandern um die Ecke😄. Das führte dazu, dass wir sehr viel gelacht haben. Es hatte aber den Nachteil, dass wir nur sehr wenige Streckenhighlights für Euch fotografisch festgehalten haben🙈. Wir können Euch aber versichern, dass Ihr beim Wandern der Strecke im Frühjahr neben Rapsfeldern mit blühenden Apfelbäumen und gaaaanz viel Vogelgesängen belohnt werdet.

Highlight „Galgenhohlweg“

Unser absolutes Tourenhighlight erreichten wir nach etwa einem Drittel der Strecke: den sogenannten Galgenhohlweg. Mystisch und einem Urwald gleichend hat dieser Weg eine eher tragische Geschichte. Auf ihm wurden in früherer Zeit zum Tode Verurteilte auf einen Hügel geführt, um dort schließlich hingerichtet zu werden. Ja, history matters, aber für uns war der Weg trotz seiner Geschichte eine echte Augenweide. Die meterhohen steilen Hänge haben uns wirklich zum Staunen gebracht und irgendwie verzaubert. Wir fühlten uns entschleunigt und aus der Zeit gerissen. Vvielleicht lag das auch daran, dass wir bis dahin eigentlich keine Menschen auf dem Weg getroffen hatten.

Der Galgenhohlweg verzaubert – und auf einmal ist alles andere ganz unbedeutend und klein

Nach Passieren des Galgenhohlweges wanderten wir dann wieder auf saftigen Wiesen und kamen schnell an eine wunderschöne Bank, die mit ihrer fabelhaften Aussicht zur Rast eingeladen hätte. Theoretisch. Denn der Wind brauste zu diesem Zeitpunkt auf, sodass wir uns gegen eine Pause entschieden und weiterwanderten. Auf etwa halber Strecke zweigte der Weg dann ab und führte uns bergab durch einen kleinen Wald, um dann erneut im Hügelland anzukommen. Dieses sollte uns bis auf einen weiteren Hohlweg auch noch die restliche Tour über begleiten. Wie gesagt, wir haben wenig fotografiert, aber auch der zweite Hohlweg wurde von uns für die Ewigkeit festgehalten, wie Ihr unten sehen könnt.

Fazit: Wer Genusswandern mag, ist hier richtig!

Kommen wir zum Fazit unser fotografsch nicht ganz so gut dokumentiereten Rundtour. Für alle, die in der Nähe von Bruchsal und Umgebung wohnen und Genusswanderungen lieben, ist diese Wanderung einfach ein Muss! Mit 12 Kilomentern und einem Auf- bzw. Abstieg von nur 244 Höhenmetern ist die Tour so ziemlich für jeden Hobbywanderer laufbar. Ihr werdet belohnt mit gaaaaanz viel Natur, die sich nicht so ganz entscheiden kann, ob sie uns Festivalfeeling vermitteln oder uns in ein Märchen hineinversetzen möchte.

Wir sind die Tour bei wechselhaftem aber mildem Wetter gelaufen und der Meinung, dass man auch mit leichtem Schauer – Regenkleidung vorausgesetzt – hier eine Menge Spaß haben kann. Den Eltern unter Euch sei noch gesagt, dass von einer Wanderung mit Kinderwagen hier abgesehen werden sollte. Die Feld- und Hohlwege sind dafür einfach nicht geeignet. Daher haben wir die Tour auch nicht als „familienfreundlich“ eingestuft, wobei Kiddis ab 6 Jahren hier durchaus auch ihre Freude haben sollten.

Wir hoffen, dass wir Euch ein wenig für das Wandern in der Nähe des eigenen Wohnortes begeistern konnten.

Herzlichst Eure Wanderexperimentiere 🦊🦊

PS: Wie immer gibt’s die Tour zum Nachlaufen hier👇.

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