Es ist kaum zu glauben, aber wahr: Trotz Corona vergeht die Zeit wie im Flug und so kommt es, dass wir schon lange keinen Beitrag mehr auf unserem Blog gepostet haben. Wir möchten Euch heute von einem ganz zauberhaften Wandererlebnis im Hochmoor berichten, dass wir am 16. Februar diesen Jahres genießen durften.

Warum es so still gewesen ist

Noch vor unserem kurzen Schneeschuhwander-Intermezzo am Feldberg haben wir nämlich mit einem befreundeten Pärchen einen wundervollen Wandertag verbracht. Und weil er so toll war, wollten wir umgehend davon berichten. Eigentlich … Ja, eigentlich, denn dann kam erst eine stressige Arbeitsphase dazwischen, die es dem Wandertier – das hier federführend für die Verbalisierung unserer Abenteuer verantwortlich ist – erschwerte, sinnvolle Sätze zu bilden. Dann kam der Schneeschuhwanderurlaub inklusive des dazu erstellten Beitrags in die Quere. Tja, und dann kam Corona und mehr muss man wahrscheinlich auch nicht sagen. Nachdem wir uns nun endlich aus der Schockstarre gekämpft haben, soll es hier nun aber wieder lebendiger werden. Wir beginnen mit unserem Bericht zum Hochmoorwandern in Bad Wildbad.

Unverhofftes Doppeldate zum Hochmoorwandern

Flashback: Wir schreiben Samstag, den 15. Februar 2020 und die Wanderexperimentiere sind dem Fasching (oder der Fastnacht, wie man ja in Baden sagt) entkommen, um ein wenig in Gernsbach zu wandern. Ziel: Fit werden für die neue Saison! Ein toller Rundweg führt uns gerade zum Lautenfelsen, als wir in unserer Exil-Hessen*-WhatsApp-Gruppe eine spontane Einladung zum gemeinsamen Wandern am Folgetag erhalten. Und da unverhofft bei uns nicht allzu oft kommt, sagen wir freudig zu. Ok, zugegeben, uns wurden am Telefon auch fantastische Pfannkuchen auf der Wegesmitte versprochen, da kann man schlecht nein sagen.

So kam es, dass wir uns völlig unvorbereitet am 16. Februar an einem Wanderparkplatz auf dem Kaltenbronn mit den anderen Exilhessen getroffen haben, um gemeinsam über das Hochmoor nach Bad Wildbad zu laufen. Unvorbereitet, weil wir selbst uns nicht informiert hatten, wohin die Reise gehen sollte.

Los geht’s: durch den Wald bis zum Moor

Nachdem wir uns ausgiebig begrüßt hatten, sind wir gestartet und durchquerten auf relativ ebenerdigen Wegen die ersten Meter im Waldgebiet des Kaltenbronn bis wir den Eingang zum Hochmoor erreichten. Wie Ihr unten auf dem Bild erkennen könnt, hatten wir trotz hervorragendem Wetter noch ein wenig Restschnee. Daher sei an dieser Stelle darauf hingewiesen, dass man trotz leichtem Schweregrad bei dieser Tour gerade im Winter und Frühjahr immer festes Schuhwerk tragen sollte! Insbesondere der Plankenweg kann bei Nässe und Schnee sehr glatt sein.

Was uns nach dem Betreten des Plankenweges erwartete, war einfach nur umwerfend und wir denken, dass die Bilder des Moores hier eigentlich schon für sich sprechen. Wer dennoch ein paar Worte wünscht, dem sei gesagt, dass Hochmoor strahlt eine unglaubliche Ruhe und Idylle aus und lädt zum Verweilen ein. Obwohl die Pfade gut besucht waren, hatten wir das Gefühl vollkommen in die Natur einzutauchen. Neben diesen Panoramen konnten wir auch das rot-gefärbte Wasser des Moores bestaunen. Eine Moorleiche haben wir aber leider nicht gefunden.

Vom Rasten und Kosten

Nach der Durchquerung des Moores wanderten wir weiter durch den Wald in Richtung der Waldgaststätte Grünhütte. Dort legten wir eine längere Pause ein, um ein kühles Bier zu zischen und gute Gespräche zu führen. Getreu des berühmten Mottos „Wer rastet, der kostet.“ (wer kennt es nicht), probierten wir uns dort natürlich auch munter durch die Karte. Mit auf dem Speiseplan standen auch die legendären Heidelbeerpfannkuchen, die wir wirklich sehr empfehlen können.

Gestärkt und beschwingt ging es nach unserer Rast weiter. Wir wanderten nun in Richtung Sommerberg und hielten uns dabei nicht ganz an die Outdooractive-Route. Vor lauter munterem Gerede haben wir leider auch vergessen ein paar mehr Bilder zu machen, denn auf unserem Weg kamen wir u. a. an einer wunderschönen Grillhütte vorbei, die wir Euch hier gerne vorgestellt hätten. Unsere Recherchen ergaben aber, dass es sich hier um den Grillplatz Sommerberg handeln müsste.

Von Badezimmern und anderen Highlights

Einige für uns wirklich bemerkenswerte Entdeckungen haben wir aber trotzdem festgehalten. Dazu zählt u. a. das „Waldbadezimmer“, dass uns auf dem Weg zum Sommerberg begegnete, Da wir die Idee so gut fanden, haben wir uns natürlich auch in die Waldbadewannen (siehe Baumstamm links im Bild) gelegt und ein paar Minuten das Bad genossen. Bilder mit unseren Wenigkeiten ersparen wir Euch lieber😋.

Waldbadezimmer: Ein echtes Highlight der Tour

Ein weiteres Highlight für uns war der Blick von der Hans-Fuld-Hütte aus ins Tal, den wir Euch nicht verwehren möchten. Man beachte besonders die herzförmige Bank, die wir aufgrund unseres Zeitmanagements nicht mehr selbst testen konnten. Wir vermuten aber, dass sie ziemlich bequem ist.

Nach dem passieren der Hütte kamen wir auch noch an der WILDLINE vorbei, die wir eigentlich überqueren wollten. Die WILDLINE ist eine Fußgängerhängebrücke und Bad Wildbad ist insbesondere für diese bekannt. Daher dachten wir, es sei eine gute Idee, sich dieses Monument einmal anzuschauen und zu begehen. Aber hier kommen wir wirklich auch zum einzigen Manko unserer Tour: wir erreichten die Brücke gegen 16 Uhr und was soll man sagen, sie war geschlossen😔. Zugegeben, wir hätten uns vorab informieren können, dass die Brücke aber an einem Sonntag so früh schließt, kam uns einfach nicht in den Sinn. Im Nachhinein war es vielleicht auch gut so, denn 9 Euro p. P. für das Überqueren einer Brücke empfinden wir doch als sehr teuer.

Ich häng‘ hier nur so ‚rum: WILDLINE Fußgängerhängebrücke

Sommerbergbahn und Rückkehr zum Wanderparkplatz

Da wir nun nicht über die Brücke direkt zum Ziel unserer Wanderung gelangen konnten, umwanderten wir diese. Nach etwa 10 Minuten kamen wir dann schließlich an der Sommerbergbahn an. Nach einer Tasse Kaffee am dortigen Imbiss brachte uns die Bahn insTal von Bad Wildbad. Dort navigierten wir quer durch die Stadt bis zum Busbahnhof, um zurück zum Wanderparkplatz von Kaltenbronn zu gelangen.

Fazit: Hochmoorwandern für Genusswanderer

Das Fazit dieses Tages lässt sich sehr schnell ziehen: Er war einfach nur perfekt. Wir hatten für Februar bombastisch gutes Wetter, die besten Weggefährten, phänomenale Pfannkuchen, eine traumhafte Wanderroute mit vielen Highlights und super viel Spaß! Für die Weggefährten und den Spaß müsst Ihr leider selbst sorgen, doch wenn Ihr auf der Suche nach einer aussichtsreichen und familienfreundlichen Genusswanderung seid, dann ist diese Tour ein absolutes Must Walk!

Auf etwa 10,4 km bekommt man einiges geboten. Die Strecke ist leicht zu bewandern, auch mit Kinderwagen machbar und die Pfannkuchen in der Grünhütte sind sowieso legendär (wir werben hier ganz bewusst und unbezahlt, in der Hoffnung, dass Ihr nach Corona einmal dort vorbeischaut). Höhenmeter müsst Ihr auf der Tour kaum zurücklegen, sodass sportlich orientierte Wanderer hier ggf. etwas unterfordert sind. Wer sich daran aber nicht stört, hat eigentlich keine Ausrede und sollte sich gleich auf die Socken machen.

Exil-hessische Grüße von Euren Wanderexperimentieren 🦊 🦊

PS: Ihr wollt auch hochmoorwandern? Macht es doch einfach, hier findet Ihr die Tour 😉👇.

*Falls sich jemand fragt, warum hier von Exil-Hessen die Rede ist: Wir Wanderexperimentiere kommen ursprünglich aus Hessen und vermissen – trotz der Nähe des traumhaften Schwarzwaldes – unsere Heimat sehr. Da liegt es nur Nahe, dass man auch in der Ferne Gleichgesinnte ausfindig macht. Die Exil-Hessen bestehen also aus zwei Pärchen, die beide aus Hessen stammen, nun aber in BaWü hausen. Erklärung Ende😉.

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