Seit mittlerweile gefühlten Jahrzehnten (tatsächlich wahrscheinlich eher Monaten 😉) träumt das Wandertier schon von einer richtigen Winterwanderung. Vielleicht auch Schneeschuhwandern, mit viel Schnee und so ❄️. Umso mehr hat es sich gefreut, dass der Göttergatte am Geburtstag mit einem Gutschein für eine Schneeschuhwanderung um die Ecke kam!

Kein Schnee, keine Schneeschuhwanderung 🙁

Nun ist es ja so, dass man in der heutigen Zeit auch in höheren Lagen leider im Winter nicht mehr zwangsläufig auf Schnee setzen kann. Eine – unserer Ansicht nach – sehr traurige Entwicklung. Und so kam es, dass wir Wanderexperimentiere im Januar und Februar diesen Jahres mehrfach den Anlauf zum Schneeschuhwandern rund um den Ruhstein unternommen haben. Leider vergeblich, denn der Winter hat uns jedes Mal im Stich gelassen.

Eigentlich hatten wir dann für diesen Winter schon mit dem Vorhaben abgeschlossen. Bis dem Wandertier vom Arbeitgeber zugetragen wurde, es solle doch den Resturlaub bis Ende März aufbrauchen. Kein Problem, nichts leichter als das!

Kurzurlaub am Feldberg und unverhofftes Glück

So kam es, dass wir Wanderexperimentiere uns vor etwa 3 Wochen dazu entschieden haben, einen Kurzurlaub am Feldberg zu verbringen. Und da der Feldberg mit über 1.400 Höhenmetern zumindest ein wenig Schnee erhoffen lässt, poppte auch wieder der Gedanke an das Schneeschuhwandern auf. Gut, dass es den Optimismus des Göttergatten gibt, denn der buchte sofort eine geführte Tour bei BlackForestMagic, einer Schneesport und Outdoorschule am Feldberg. Und ja, Werbung und so, aber unbeauftragt und selbstbezahlt!

Die letzten Tage vor dem Kurztrip haben wir noch richtig gebangt, doch als wir am vergangenen Freitag unsere Unterkunft in Breitnau bezogen, war uns klar: Wir hätten es nicht besser treffen können. Es schneite und zwar in Mengen!

Schnee und Sonne, was will man mehr?!

Am Samstagmorgen war es dann endlich soweit. Wir fuhren direkt zum Feldberg, stellten unser Auto ab und warteten gespannt vor dem Eingang eines Hotels auf unseren Wander-Guide. Und der ließ nicht lange auf sich warten!

Quietschfidel und gut gelaunt stellte sich uns ein sympathischer Franzose als Cédric vor. Volltreffer! Von Sekunde 1 an war klar: Der Typ hat Humor, die Tour wird nicht langweilig.

Genauso kam es dann auch. Nachdem wir alle mit Schneeschuhen und Stöcken versorgt wurden, erklärte uns Cédric kurz, wie man diese anzieht („Die Metall nach innen.“) und welche No-Gos es beim Schneeschuhwandern gibt („Nischt nach ‚inten gehen.“). Nach dieser knappen, aber guten Einführung ging es endlich los!

Mitten durch den Wald, vorbei an traumhaft schönen, eingeschneiten Fichten und Tannen erwanderten wir uns Schritt für Schritt den Feldberg. Und das bei strahlendem Sonnenschein! Hier ein paar Impressionen:

A little more action, please!

Cédric gestattete uns beim Aufstieg zudem einen kleinen Wettlauf den Berg hinauf – und zwar jenseits der Pfade im unberührten Schnee. Da konnten wir natürlich nicht widerstehen und sind mit noch ein paar weiteren Mitwanderern wagemutig den Hang hinauf gestapft. Hallelujah, das war wirklich anstrengend! Keinem aus der Gruppe blieb nach diesem Spurt die Schnappatmung erspart!

Je näher wir dem Gipfel kamen, umso diesiger wurde es. Cédric hat es uns aber durch gezielte Pausen ermöglicht, dass wir zumindest kurz vor dem Gipfel des Feldberges noch ein wenig Sonne und blauen Himmel erhaschen konnten, wie Ihr unten sehen könnt.

Fantastisches Spiel von Wolken und Sonne kurz vor dem Gipfel des Feldberges

Kurz vor dem Gipfel boten sich uns zudem bizarre Anblicke:

Pausieren am Gipfel und bei der Todtnauer Hütte

Gegen etwa 11.45 Uhr erreichten wir dann die Spitze des Feldberges. Dort pausierten wir gemeinsam und – tadadadaaaa – dort kam dann auch zum ersten Mal unsere Wanderexperimentiere-Tasse zum Einsatz. Der warme Tee tat bei kalten Temperaturen so richtig gut. Allerdings merkte der Göttergatte kritisch an, dass uns das Drei-Käse-Brötchen fehlen würde.*

Nach dieser kleinen Trinkpause lotste uns Cédric dann quer durch Wald und Schnee auf nicht ausgeschilderter Route hinab zur Todtnauer Hütte. Dieser erste Abstieg war das absolute Highlight der Tour, wir konnten durch den Schnee preschen und hatten richtig viel Spaß 😊!

Bei der Hütte angekommen gab es dann erst einmal Bier und Glühwein sowie eine zünftige Brotzeit für uns. Denn eins ist wirklich wahr: Schneeschuhwandern ist anstrengend und macht hungrig!

Nach unserer Rast hat sich Cédric dann mit uns auf den Rückweg begeben. Vielleicht lag es am Glühwein, vielleicht aber auch an den etwas frequentierteren Wegen, die wir lang liefen – auf jeden Fall haben wir für Euch unsere Freude auf ein paar Schnappschüssen festgehalten:

Der Abstieg insgesamt war summa summarum nicht ganz so spannend und glich in weiten Teilen dem ersten Abschnitt des Aufstieges. Hier wäre es schöner gewesen, wenn wir einen anderen Weg gegangen wären. Dennoch hat das in unseren Augen den Erlebniswert der Tour nicht geschmälert.

Fazit: Wir werden Wiederholungstäter

Tja, welches Fazit lässt sich von diesem Wanderexperiment ziehen? Ein durchweg positives! Wir haben uns vorgenommen, bald wieder die Schneeschuhe zu schnüren und (dann vielleicht ja auch im Nordschwarzwald) verzauberte Winterlandschaften zu erkunden.

Schneeschuhwandern ist wirklich eine tolle Erfahrung, die sich Wanderbegeisterte nicht entgehen lassen sollten. Wenn Ihr die Möglichkeit habt und gesundheitlich nicht durch Herz- oder Kreislauferkrankungen eingeschränkt seid, dann probiert es aus! Wundert Euch aber nicht, das Ganze kann je nach Tour recht anstrengend werden. Wir waren nach den 8,5 km und einem wirklich leichten Weg trotzdem platt. Und das, obwohl wir regelmäßig auch große Touren über 20 km laufen. Ein bisschen Grundkondition muss man also schon mitbringen, die schadet aber eigentlich nie 😁.

Achso, wenn Ihr in unbekannten Regionen unterwegs seid oder das erste Mal eine Schneeschuhwanderung antretet, dann raten wir Euch dringend zur Buchung eines Guides. Denn Cross-over durch unbekanntes Gelände ist nur möglich, wenn man die Gegend sehr gut kennt!

Herzlichst Eure

Wanderexperimentiere 🦊🦊

PS: Falls Ihr an Schneeschuhwanderungen am Ruhestein interessiert seid, findet Ihr Informationen hier. Vielleicht spielt nächsten Winter ja das Wetter mit und wir treffen uns dort zufällig 😉.

*Drei-Käse-Brötchen gehören normalerweise zum Basis-Equipment der Wanderexperimentiere. Ohne geht nicht und je mehr Käse, desto besser! 😉

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