Für unsere Verhältnisse war das Jahr 2021 bisher wanderarm. Berufliche wie auch private Veränderungen haben es uns einfach nicht ermöglicht, regelmäßig große Touren zu laufen. Das soll sich nun wieder ändern und so haben wir den Entschluss gefasst in den kommenden Wochen und Monaten den Spessart unsicher zu machen. Ob Spessartspuren oder Spessartfährten, wir wollen alles laufen, was die Region zu bieten hat. Und wir beginnen mit der „Jossgrund Runde“.

Wasserburg in Burgjoß: Start der Jossgrund Runde

Am zweiten Wochenende im September kam es, dass coronabedingt spontan eine Verabredung mit Freunden verschoben werden musste. Und so nutzten wir den sonnigen Sonntag, um uns auf die Socken zu machen. Die Wahl der Strecke fiel nicht schwer. Wir wollten eine mittellange Tour mit leichtem Schwierigkeitsgrad laufen. Und das am besten an einem uns unbekannten Ort. Da das Wandertier zuvor noch nie im Jossgrund war, beschlossen wir die Spessartfährte „Jossgrund Runde“ zu laufen.

Mit Wanderdackel Elli, Schleppleine und Minirucksack mit Getränken für uns alle, fuhren wir in unserem Bus Bernd zur Wasserburg nach Burgjoß, dem Startpunkt unserer Tour. Um 11.30 Uhr parkten wir direkt gegenüber der Infotafel der Spessartfährte „Jossgrund Runde“ und machten uns auf den Weg.

Idylle pur auf der Jossgrund Runde

Der erste Abschnitt des Weges führte uns dabei zum Teil durch den wunderschönen Burgwiesenpark. Dort flanierten aufgrund des guten Wetters einige ältere Ehepaare und einige Eltern mit Kindern. Verständlich, denn der Park ist ein wirklich schöner Ort! Nicht nur Minigolf, auch kostenlose Boule-Spiele laden zum Verweilen ein. In unseren Augen auch ein schönes Ausflugsziel, wenn man nicht wandern möchte.

Nach Verlassen des Parkes durften wir noch einige Meter am schmalen Uferpfad der Jossa entlanglaufen. Was so unspektakulär klingt, war wirklich schön, denn der Uferweg ist gesäumt von Erlen. Nachdem wir die Frankfurter Straße überquert hatten und uns somit vom Dorf entfernten, begann unser erster Aufstieg, der uns zum Steinigen Berg führen sollte.

Blick auf die Biogasanlage in Burgjoß

Auf dem Weg zum Steinigen Berg wurden wir dann bereits mit ersten Ausblicken in den schönen Spessart belohnt. Entlang dieser Passage der Jossgrund Runde sollten wir auch immer wieder ein wenig Poesie entdecken, die uns zum Nachdenken aufforderte.

Kurze Rast mit Dackel Wastl

Nach etwa 7 km haben wir uns dann entschlossen eine kurze Rast einzulegen. An einem Rastplatz haben wir die Gelegenheit und die schöne Aussicht auf die saftigen Wiesen des Spessarts genutzt, um uns neben Gänsewein (ja, staunt nur, wir können auch alkoholfrei😝) ein paar knackige Äpfel zu gönnen. Quasi Äbbelsche ohne Bembelsche (*Hesseninsider*). Und während wir da so rasteten, wackelte doch tatsächlich ein kleiner schwarz-roter Kurzhaardackel um die Ecke! Wir haben nicht schlecht gestaunt und uns sehr gefreut „Herrn Wastl“ kennenlernen zu dürfen. Und das Frauchen von Wastl war auch sehr begeistert, unsere Elli zu sehen. Vielleicht geht es Euch da draußen ja auch so, aber wir haben wirklich das Gefühl, dass wir mit Hund immer mit super netten Menschen ins Gespräch kommen.

Rast mit Äpfeln: das etwas andere Stillleben. Man beachte die elegante Positionierung des Göttergatten 😉

Nach unserer Rast ging es gestärkt weiter zu einem weiteren kleinen Anstieg. Nach etwa 8,8 km sollten wir den höchsten Punkt unserer Wanderung (431 m) erreichen. Auf der gesamten Strecke durften wir abwechselnd Wiesen, Obstbäume, Laubgehölze und Wachholdersträucher bewundern bis wir schließlich wieder in Burgjoß ankamen.

Fazit

Wir werden sie wieder laufen, die Jossgrund Runde! Denn auch wenn uns die Berge hier fehlen, ist diese Spessartfährte eine absolute Wohlfühlstrecke. Wer wie wir Glück hat und den Weg bei gutem Wetter beschreiten darf, wird am Wegesrand mit vielen schönen Aussichten belohnt.

Hier noch einmal die „harten“ Fakten der Tour auf einen Blick:

  • Länge: 11,4 km
  • Höhenmeter: 262 hm
  • Schwierigkeit: leicht
  • Für Hunde und Kinder geeignet (Achtung, nicht für Kinderwägen!)
  • Proviant mitnehmen, keine Einkehrmöglichkeit

Noch mehr Spessart gefällig? Wie wäre es mit Spazierwandern im Spessart?!

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