Was tut man in der Pandemie, wenn man Sehnsucht nach dem Hochmoor in Bad Wildbad hat? Ganz einfach: Man sucht sich ein Moor in der Nähe und geht dort wandern. Quasi ein coronakonformes Moor. Ohne Bundeslandwechsel. Am besten ein rotes Moor. Hm … rotes Moor … gibt es das nicht in der Rhön🤔? Genau! So kam es, dass wir das Rote Moor in der hessischen Rhön besuchten. Und vorab sei schon einmal gesagt: Rotes Moor Rhön – schön!

Rundwanderweg Rotes Moor Rhön

Ohne Wanderdackel Elli dafür aber mit einer Menge Motivation sind wir Ende April in die Hessische Rhön gefahren, um dort eine ca. 13 km lange Wanderung um das Rote Moor zu begehen. Gestartet sind wir nicht auf dem bekannten Parkplatz Moordorf, sondern auf einer kleinen Parkbucht in der Nähe vom Ottilienstein (die genaue Position könnt Ihr auf Komoot einsehen). Wir empfehlen Euch unbedingt dort nach Parkplätzen Ausschau zu halten, denn diese sind kostenlos🦊!

There we go: Startpunkt unserer Tour „Rotes Moor Rhön“. Man bemerke, nix war los 😉

Von der Parkbucht aus sind wir auf fedrigen Waldwegen erst einmal in Richtung des Parkplatzes Moordorf aufgebrochen. Und haben dann auch bald den Eingang zu Mordor … ähm … natürlich zum Moordorf gefunden.

Sauron haben wir leider nicht getroffen, aber das Moordorf dann schon. Hierbei handelt es sich um die Überreste des Dorfes Moor, das bis ins 17. Jahrhundert existierte. Eine Infotafel erläutert recht genau die Details zum historischen Ort und es lassen sich tatsächlich noch einige Gebäudefundamente erkennen. Wir Wanderexperimentiere waren aber so intelligent kein Foto zu schießen … nun gut, shit happens. Wenn Ihr aber mehr über das Dorf erfahren wollt, könnt Ihr Euch hier näher informieren.

Highlight 1: Moorsee

Nachdem wir den Wanderparkplatz Moordorf passiert haben, bot sich uns dann schon der erste Bilck auf den Moorsee des Roten Moores. Leider hatten wir keinen strahlenden Sonnenschein, aber wir finden, dass die graue Himmelssuppe die mystische Stimmung des Moores recht gut unterstreicht, was meint Ihr?

Rotes Moor Rhön: Der Einstieg auf den Plankenweg beginnt mit einem zauberhaften Blick auf den Moorsee

Highlight 2: Rotes Moor Rhön und Plankenweg

Nachdem wir einige Minuten den Blick auf den See genossen hatten, ging es weiter. Wir sollten fortan eine ganze Weile auf dem Moorlehrpfad wandeln. Dieser wunderschöne Plankenweg führt durch das Rote Moor und ist gespickt mit spannenden Informationstafeln, die die Geschichte des Moores detailliert darstellen. Wir sind auf diesem Streckenabschnitt trotz Kälte nur langsam vorangekommen, denn wir wollten unbedingt alle Informationen aufsaugen. Wirklich spannend, was man da so erfahren kann! Wenn Ihr also Geschichte mit Wandern verbinden möchtet, seid Ihr hier richtig 😊.

Für uns war der gesamte Streckenabschnitt auf dem Plankenweg etwas ganz Besonderes. Nie zuvor sind wir in einem reinen Birkenwald laufen gewesen. Unserer Ansicht herscht darin eine ganz besondere Atmosphäre und wir waren wirklich begeistert – es ist so hell! Ok, manch einer schmunzelt jetzt bestimmt, wir sind ja normalerweise eher im Schwarzwald unterwegs😅.

Kurz vor Ende des Lehrpfades entdeckten wir noch einen kleinen Aussichtsturm, der einen wundervollen Blick auf die Landschaft ermöglichte. Dieser Ort ist unserer Ansicht nach perfekt für eine kleine Rast. Aufgrund der niedrigen Temperaturen haben wir uns aber zum Weiterlaufen entschieden.

Lädt zur Rast ein: Aussichtsturm am Moorlehrpfad

Nachdem wir den Moorlehrpfad verlassen hatten, sollten wir einige Kilometer über Wiesen- und Feldwege laufen. Auch hier hielt die Tour einige kleine Highlights für uns parat. So haben wir trotz des schlechten Wetters eine gute Sicht auf die Wasserkuppe und deren Kuppel gehabt und sind tatsächlich einem Dackel begegnet😍.

Highlight 3: Kaskadenschlucht

Einige Kilometer später sollten wir dann den Eingang zur Kaskadenschlucht erreichen. Deren Durchquerung genossen wir sehr, denn man läuft hier direkt am Bach entlang und kann die Vegetation am Ufer erkunden. Aber Obacht, dieser Teil der Tour ist entgegen der übrigen Strecke nicht für Familien mit Kinderwägen geeignet.

Wir folgten dem Feldbach noch bis zum einem Parkplatz und entschieden uns dann spontan dazu, nicht die von uns ursprünglich geplante Runde zu laufen (hier hätten wir umkehren müssen, da die Kaskadenschlucht nur als kleiner Exkurs vorgesehen war). Stattdessen liefen wir eine recht große Schleife, die uns über Forst- und Feldwege schließlich wieder zum Parkplatz Moordorf und dann zu unserer Parkbucht führte. Auf diesem Abschnitt gab es unserer Ansicht nach wenig Berichtenswertes, zu nennen ist jedoch ein feiner Rastplatz auf dem das nachfolgende Bild entstanden ist. Sicher lässt es sich hier insbesondere im Sommer gut aushalten ☺️.

Neben diesen Steinen lädt der Rastplatz auch mit einer kleinen Schutzhütte und Bänken zum Verweilen ein.

Hier noch einmal die wichtigsten Facts der Tour auf einen Blick:

  • Distanz: 12,9 km
  • 300 Höhenmeter
  • Höchster Punkt 880 m
  • Tiefster Punkt 630 m
  • Tourenhighlights: Kaskadenschlucht und der Plankenweg im Roten Moor
  • Einkehrmöglichkeit: NABU-Haus am Roten Moor (To Go in Zeiten von Corona)

Wenn Ihr jetzt genau wie wir Lust auf „more Moor“ bekommen habt, dann könnt Ihr gerne unsere Tour 1:1 nachlaufen. Auf unserem Komoot-Account findet Ihr den detaillierten Streckenverlauf. Folgt uns dort gerne auch und berichtet, wie Euch die Rundwanderung gefallen hat. Wir freuen uns auf Euer Feedback!

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