Wanderführerausbildung Teil II

Yay, es geht endlich weiter! Das war mein Gedanke am 1. April 2022. Denn an diesem Wochenende sollte meine DWV-Wanderführerausbildung in die zweite Runde gehen. Am Morgen packte ich Rucksack und Koffer (ja, ich habe tatsächlich eine Übernachtung gewagt, jedoch in einem anderen Hotel) und düste in Richtung Heimbuchenthal. Voller Vorfreude auf die neuen Lehrinhalte und meine neu gewonnenen Wanderfreund*innen. Begleitet wurde ich auf meinem Weg von Schnee, denn der Wintereinbruch machte Anfang April auch vor dem Spessart nicht halt. 🌨️​❄️​☃️​

Tag 1: Gelerntes vertiefen und neuer Input

Angekommen im Hotel kamen wir Teilnehmenden gleich ins Plaudern, doch der Kurs sollte auch schon gleich beginnen. Ich dachte, dass wir zu Beginn des zweiten Wochenendes bestimmt einige Inhalte noch einmal wiederholen und dann ganz gemütlich in das Ausbildungswochende starten. Aber ich hatte in meine Überlegungen den lieben Uwe nicht mit einbezogen 😁.

Denn entgegen meiner Annahme startete Uwe mit uns sofort mit Vollgas durch. Wir sollten zunächst in Teams unser erworbenes Wissen anwenden und eine 3-Stunden-Tour planen. Dabei erhielt jede Gruppe einen Wegeabschnitt sowie ein Thema unter dem der Streckenabschnitt stehen sollte. Das Thema unserer Gruppe war Totholz 🪵​. Während wir so vor uns her werkelten, schneite es draußen zunehmend mehr. Bereits am am Ende unserer Tourenplanung durften wir vom Fenster aus den Spessart in komplett weißem Kleid bewundern.

Erste Hilfe beim Wandern und auf Exkursionen

Nach einer kleinen Pause ging es dann weiter mit dem Thema Erste Hilfe. Mit unserem Dozenten Ralf Seibert hatten wir einen echten Experten vor Ort. Er erläuterte uns sehr anschaulich, worauf es bei der Ersten Hilfe im Outdoor-Bereich ankommt und welche Tipps und Tricks man kennen sollte. Neben dem unverzichtbaren Erste-Hilfe-Set und der Rettungsdecke im Rucksack sollte man sich vor jeder Wanderung über bestehende Rettungspunkte in der Nähe informieren. So ist man im Notfall schnell handlungsfähig. Ralf erläuterte uns auch den Nutzwert eines Biwaks in Notsituationen, das würde aber hier den Rahmen sprengen.

Was Ihr Euch aber merken könnt – im Notfall sollte man HELD sein:

  • H = Hilfe rufen/holen, Absatz Notruf
  • E = verletzte Person ermutigen/trösten
  • L = lebenswichtige Funktionen überprüfen (mehrfach während Warten auf Rettungswagen!)
  • D = Decke unterlegen (verletzte Person vor Auskühlen schützen)

Nach diesem informativen und auch sehr amüsanten Vortrag (zwei Teilnehmende wurden verkuppelt, ein Pharao wurde verpackt und eine Windel gebunden 🤪​) ging es gemeinsam zum Abendessen.

Kommunikation und Führungsdidaktik

Nach dem Abendessen stand dann eine Unterrichtseinheit zum Thema Kommunikation und Führungsdidaktiv auf dem Plan. Dozentin hierfür war die liebe Susanne Reuß, die auch im Coaching-Bereich tätig ist.

Neben Grundlagen der Kommunikation und Tipps zum Umgang mit Aufregung vor Vorträgen stand auf Konfliktmanagement und Gewaltfreie Kommunikation nach Marshall Rosenberg auf dem Programm. Für mich als Marketing-Mensch und Friedens- und Konfliktforscherin enthielt der Vortrag wenig Neues. Die Dozentin war aber super (menschlich wie didaktisch) und die Informationen wurden en point vermittelt. Praktische Übungen flossen ebenso in den Ausbildungsteil ein.

Susanne verkündete uns noch am Abend, dass wir am folgenden Morgen im Rahmen einer Probewanderung unser kommunikatives Geschick gleich unter Beweis stellen sollten. Unsere Aufgabe sei es, ein von uns gewähltes Phänomen zielgruppengerecht aufzubereiten und in der Gruppe vorzustellen.

Gemeinsamer Ausklang im Hotelrestaurant

Der Abend endete feucht fröhlich mit Ingwer-Spritz und der ein oder anderen Domina (Wein, ich rede von Wein! ​🍷) im Hotel Christel. Unsere Gruppe hat dabei sehr viel gelacht und gekonnt verdrängt, dass am nächsten Tag richtig Arbeit angesagt war.

Zu später Stunden liefen dann Miri, eine meiner Mitstreiterinnen, und ich noch zu unserer Unterkunft, die nur 5 Gehminuten entfernt lag, zurück. Erschöpft, leicht angeschwipst und ziemlich glücklich sank ich dort relativ schnell ins Bett.

Tag 2: Walking in a winter wonderland

Klingelingeling, düdeldidöt! Um 6 Uhr (ja, ich quäle mich gerne selbst) klingelte am Morgen des 2. Aprils bereits mein Wecker. Und das aus gutem Grund. Denn für den heutigen Ausbildungstag der DWV-Wanderführerausbildung war vorgesehen, dass jeder von uns ein Phänomen beschreiben soll. Ja… und wer am Abend nicht fleißig lernt, sondern lieber ein Weinchen trinkt, muss dann eben am Morgen früh aufstehen und schnell noch irgend ein Thema finden. Frau will sich ja nicht blamieren.

Also ging es für mich ab unter die Dusche (Ideen duschen, wie ich es nenne). Danach hatte ich tatsächlich einen Plan: Ich würde das Phänomen „Wintergoldhähnchen“ vorstellen. Dazu musst eich aber erst noch ein paar Informationen recherchieren, was ich umgehend tat. Denn ich war mit Miri zum Frühstück verabredet. Nach selbigen fanden wir zwei uns pünktlich gegen 9 im Hotel Christel ein.

To be continued …

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